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by Tomeci Press Publications

Drei Jahre nach dem Tod seines Gründers verschwand die Wagner-Gruppe nicht. Es wurde als Afrikakorps neu organisiert, übernahm einige Goldminen und baute ein Tramadolhandelsimperium in der Zentralafrikanischen Republik. Gleichzeitig haben die Überreste seines Einflussnetzes nach Analysen der westlichen Geheimdienste begonnen, Europa zu infiltrieren.

(Mitarbeiter: Russland & Afrika / Geopolitik & Sicherheit)

Seit dem Tod von Evgheni Prigojin, dem Gründer der Wagner-Gruppe, sind drei Jahre bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz vergangen. Zu dieser Zeit sagten viele Analysten das Verschwinden der berühmtesten privaten Militärfirma der Welt voraus. In Wirklichkeit hat sich die Struktur jedoch umgewandelt, neu erfunden und überlebt – sogar erweitert. Neuere Untersuchungen zeigen außerdem, dass das Wagner-Netzwerk seine Finanzierungsquellen diversifiziert hat und sich in einen komplexen Akteur verwandelt, der sich an der Grenze zwischen dem russischen Staat, der organisierten Kriminalität und privaten wirtschaftlichen Interessen verhält.

Von der privaten Militärfirma zum Kreml-Tool

Die um 2014 gegründete Wagner-Gruppe war zunächst in den Konflikt in der Ostukraine verwickelt. Im Laufe der Zeit erweiterte es seine Operationen auf Syrien, Libyen und insbesondere nach Afrika, wo es zum Hauptinstrument des russischen Einflusses wurde. Nach Prigojins fehlgeschlagener Rebellion im Jahr 2023 und seinem Tod übernahm der Kreml die direkte Kontrolle über Wagner-Strukturen. Offiziell wurde die Gruppe aufgelöst, ihre Aktivitäten wurden jedoch übernommen Afrika-Korps, eine neue Einheit, die in die Strukturen des russischen Verteidigungsministeriums integriert ist. Dieses Rebranding bedeutete jedoch nicht das Ende der russischen Präsenz in Afrika, sondern eine tiefere Professionalisierung und Integration in den russischen Staatsapparat.

Das Wagner-Reich in Afrika: Gold, Diamanten und ein Verkehr von Millionen Dollar

Heute hat die ehemalige Wagner-Gruppe die Kontrolle über einige Gold- und Diamantminen in der Zentralafrikanischen Republik, und ihre Überreste haben ein echtes Drogenimperium geschaffen, das hauptsächlich auf dem Handel mit Tramadol basiert, einem starken Opioid. Die jährlichen Gewinne aus dieser Aktivität werden auf rund 180 Millionen US-Dollar geschätzt. Darüber hinaus rekrutiert die Gruppe aktiv Tausende junger Afrikaner, manchmal direkt aus Gefängnissen, die in Konfliktzonen wie der Ukraine oder Mali eingesetzt werden.

Trotz des Umbenennens wird dem Afrikakorps die gleichen brutalen Methoden wie sein Vorgänger vorgeworfen. Anfang Juli 2026 waren die Streitkräfte des Afrika-Korps in eine Operation im Zentrum von Malí verwickelt, in deren Folge sie mindestens 22 Zivilisten töteten. Die Human Rights Watch Organisation hat diese Kriegsverbrechensstruktur offiziell beschuldigt.

Wagner-Netzwerk expandiert in Europa

Neben den Aktivitäten in Afrika gibt es Hinweise darauf, dass auch das Einflussnetz der Wagner-Gruppe in Europa eintritt. Die Veröffentlichung der Financial Times unter Berufung auf Quellen von westlichen Geheimdiensten berichtete, dass sich bestimmte Segmente des Netzwerks auf einflussreiche Operationen und verdeckte Aktionen auf dem europäischen Kontinent konzentriert haben. Außerdem wurden Mitglieder der Gruppe an Bord einiger Schiffe der russischen “Schattenflotte” identifiziert, die den Ärmelkanal durchqueren und die Rolle der Gewährleistung ihrer Sicherheit übernehmen.

Schlussfolgerung

Die Wagner-Gruppe ist in ihrer jetzigen Form mehr als nur eine private Militärfirma. Es ist ein flexibles Instrument des russischen Staates, das in Grauzonen operieren kann, wo die offizielle Intervention der Armee problematisch wäre. Obwohl es im klassischen Sinne keine Supermacht ist, ist sein Einfluss in Afrika besonders bedeutsam und beginnt sich auch in Europa zu spüren. Die Umwandlung in ein Imperium aus Drogen und natürlichen Ressourcen zeigt bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit und wirft ernsthafte Fragen über die Kontrolle auf, die der Kreml über seine eigenen Instrumente ausüben kann.

Soldier with rifle at checkpoint beside sign reading “STOP MILITARY CHECKPOINT SOJA DE”

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