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by Tomeci Press Publications

Sechs Jahrhunderte Kathedrale Antwerpen (Antwerpen), Belgien,

Sie hebt ihren Turm anmutig an, als hätte die Zeit keine Macht über sie. Die Frage in einem sozialen Netzwerk, die eine faszinierende urbane Legende in Frage gestellt hat: Wäre die auf Ochsenhäuten gebauten Fundamente gewesen? Einige halten es für eine geniale technische Lösung, andere sagen es nur eine schöne Geschichte. Und die Geschichte hat eine überraschende Antwort.

(Mitarbeiter: Belgien / Geschichte & Architektur)

Die Kathedrale der Muttergottes in Antwerpen ist mehr als nur ein religiöses Denkmal. Es ist ein Zeugnis des Ehrgeizes, des Glaubens und der Geschicklichkeit mittelalterlicher Bauarbeiter, denen es gelungen ist, ein riesiges Gebäude ohne Beton, ohne moderne Kraniche und ohne computergestützte strukturelle Berechnungen zu errichten. Als die Arbeiten 1352 begannen, hatte niemand eine Ahnung, dass es 169 Jahre dauern würde, bis es fertig war. Und während dieser ganzen Zeit war der größte Feind der Bauherren nicht Stein, sondern Wasser.

Das Geheimnis der ersten Seite: Warum hat das Wasser nicht aufgehört?

Legende besagt, dass der Hauptarchitekt, der Meister Jan Appelmans, stand vor einem scheinbar unüberwindlichen Problem: Immer wenn sie die Fundamente gruben, füllte das Wasser sofort die Gruben. Je tiefer sie gruben, desto beharrlicher war das Wasser. Es gab keine starken Pumpen, keine Stahlbetonwände und klassische Lösungen schienen nicht zu funktionieren. An dem Tag, an dem der erste Stein gelegt werden sollte, war Appelmans verzweifelt.

Dann ein Maurer namens Mathias Er flüsterte eine einfache und kostengünstige Lösung: Ochsenhaut. Er musste sie auf den Boden der Grube stellen, und das Wasser hätte, obwohl es durch sie gegangen wäre, den Sand und die Erde absetzen lassen und eine stabile Basis bilden. Mathias bat um eine Goldtasche als Belohnung für sein Geheimnis, aber er wurde von seinem eigenen Sohn verraten, der der Diskussion zuhörte und sich beeilte, es dem Architekten zu sagen.

Tragisches Ende und eine unsterbliche Legende

Der Plan funktionierte, aber Mathias, wütend über den Verrat seines Sohnes, tötete ihn mit einer Holzbank. Seine hoffnungslose Frau beging Selbstmord und Mathias wurde nie wieder gehört. Die Geschichte ist eine der dunkelsten Legenden Antwerpens und wurde im Laufe der Jahrhunderte als Beispiel für den für Wissen gezahlten Preis übernommen.

Heute befindet sich an der Fassade der Kathedrale ein Denkmal, das dem Vater und dem Sohn von Appelmans vom Bildhauer Jef Lambeaux gewidmet ist. Kinder besteigen die Bronzeleiter, und Passanten berühren die Steinhand eines Arbeiters – ein Brauch, der Glück bringen soll.

Mythos oder Realität? Was Historiker sagen

Die Ox Skins-Geschichte ist wunderschön, aber ist sie auch wahr? Historiker und Archäologen sind skeptisch. Obwohl die Legende europaweit weit verbreitet ist (es heißt, der Turm der Kuppel von Utrecht wurde auch auf Ochsenhäuten gebaut), gibt es keine schlüssigen archäologischen Beweise. Darüber hinaus ist eine Ochsenhaut viel zu dünn und zu flexibel, um ein massives Steinfundament zu stützen.

Sprachtheorie: “Huiden” – Skins oder Gerüst?

Historische Sprachspezialisten haben eine alternative Erklärung. Auf Alt-Niederlande das Wort “Huiden” Es bedeutete nicht unbedingt Tierhäute. Er bezog sich oft auf Holzgerüst oder zu Holzhaufen die im Boden geschlagen wurden, um das sumpfige Gelände zu stabilisieren. Während dieser Zeit war es in Feuchtgebieten wie Amsterdam üblich, auf Holzpfählen zu bauen. Daher könnte der Ausdruck “Putting Skins” nur eine Metapher für eine triviale Technik gewesen sein: Eichenhaufenein ein

Wie haben sie die Kathedrale wirklich gebaut?

In der Realität verwendeten mittelalterliche Bauherren eine Kombination von Methoden:

  1. Stein- und Kalkmörtelfundamente: Graben Sie bis zur Fels- oder Kiesschicht.
  2. Holzpfähle: In den sumpfigen Gebieten wurden Tausende von Eichenstämmen in den Boden geschlagen, die ein festes “Bett” für Steinfundamente bildeten.
  3. Massive Mauerwerk: Die Wände haben eine Dicke von bis zu 3 Metern an der Basis und das enorme Gewicht sorgt für Stabilität.
  4. Hintern: Die Außenwände werden durch Seitenwände verstärkt, die die seitlichen Kräfte übernehmen.

Schlussfolgerung

Die Kathedrale von Antwerpen wurde nicht auf Ochsenhäuten gebaut, sondern auf Eichenhaufen, massivem Mauerwerk und einer guten Portion mittelalterlicher Technik. Die Legende von Mathias und seinem Sohn bleibt jedoch eine wunderbare Geschichte über den Preis des Wissens und darüber, wie sich Wissenschaft und Aberglaube in der Geschichte der Menschheit immer wieder vermischen. Und wie viele Legenden leben sie weiter, bezaubern ganze Generationen, auch wenn die historische Wahrheit etwas weniger dramatisch ist.

Child touching statue inscribed “PIETER APPELMANS, MEESTER-BOUWMEESTER VAN DE ONDERTΟREN DER KATHEDRAAL, C. 1373–1434”

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