
In den letzten vier Jahren ist der Kaffeepreis laut Test-Aankoop-Daten um 41% gestiegen. Obwohl sich die Inflation in den letzten Monaten geschwächt hat, zahlen die Verbraucher immer noch mehr für diese Grundnahrungsmittel. Die Dürre, Konflikte im Nahen Osten und die neuen europäischen Vorschriften sind die Hauptursachen.
(Mitarbeiter: Belgien & Europa / Wirtschaft & Verbraucher)
Kaffee, das Lieblingsgetränk der Belgier (durchschnittlich zwei Tassen pro Tag), ist in den letzten vier Jahren teurer geworden. Nach den von der Verbraucherorganisation veröffentlichten Daten Test-Aankoop, der Kaffeepreis erhöht um 41% zwischen 2022 und 2026. Obwohl sich das Wachstum in den letzten Monaten abschwächte, bleiben die Preise hoch. Eine Tasse Kaffee zu Hause kostet heute viel mehr als vor ein paar Jahren, und die Faktoren, die zu dieser Preiserhöhung geführt haben, sind zahlreich und komplex.
Wie hat sich der Kaffeepreis entwickelt?
Test-Aankoop überwacht seit November 2020 den Preis von gemahlenem Kaffee und Kapseln. Es gab zwei Perioden erheblicher Preiserhöhungen (Inflation über 20%): Ende 2022 und Ende 2025. 2025 (Inflation von 22,5%) begannen die Preise allmählich zu sinken. Im April 2026 sank die Inflation auf 13%, im Mai auf 9%, im Juni auf 6% und im Juli auf 3%. Der Durchschnittspreis bleibt jedoch um 41% höher als vor vier Jahren.
Warum wurde der Kaffee teurer?
Die Ursachen für diese Zunahme sind vielfältig und miteinander verbunden:
1. Extreme Wetterbedingungen: Dürre, Überschwemmungen und Stürme in den Hauptregionen der Kaffeeproduktion (Brasilien, Vietnam, Kolumbien) haben die Ernte erheblich reduziert. Ein niedrigeres Angebot bedeutet höhere Preise.
2. Europäische Abholzungsvorschriften: Die Ende 2025 in Kraft tretende EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) führte zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Kaffee in Europa, was zu einem Preisanstieg führte. Obwohl die Anwendung um ein Jahr verschoben wurde, sind die Auswirkungen auf die Preise bereits spürbar.
3. Geopolitische Konflikte: Der Nahostkrieg störte die Seewege, insbesondere die durch das Rote Meer und den Suezkanal. Der asiatische Kaffee (einschließlich Vietnam Robusta) war betroffen und die Transportkosten stiegen erheblich.
4. Produktionskosten: In Ermangelung von Arbeitskräften mussten die Erzeuger höhere Löhne anbieten, um Mitarbeiter anzuziehen. Auch der Preis für Düngemittel stieg, was zu einer Steigerung der Produktion führte.
Wie können Sie Kaffee sparen?
Obwohl die Preise gestiegen sind, können die Verbraucher Maßnahmen ergreifen, um die Kosten zu senken:
- Wählen Sie Kaffeebohnen: Es ist langfristig billiger als gemahlen oder Kapseln und schmeckt besser.
- Entscheiden Sie sich für weniger bekannte Marken: Die Eigenmarken der Supermärkte sind deutlich günstiger als internationale.
- Machen Sie Ihren Kaffee zu Hause: Ersetzt teure Barista-Kaffee durch Hausgerichte. Eine Investition in eine hochwertige Kaffeemaschine zahlt sich schnell aus.
- Wählen Sie Gemüsealternativen für Latte: Wenn Sie es gewohnt sind, Latte mit Milch zu konsumieren, probieren Sie die Gemüseoptionen, die billiger und gesünder sein können.
Schlussfolgerung
Der Kaffeepreis ist in den letzten vier Jahren deutlich gestiegen, und die Faktoren, die diesen Anstieg festgestellt haben, sind größtenteils extern. Obwohl die Inflation temperiert ist, müssen sich die Verbraucher bewusst sein, dass dieses süße Getränk teuer bleibt. Mit kleinen Anpassungen der Konsumgewohnheiten ist es möglich, Geld zu sparen, ohne das Vergnügen des Morgenkaffees aufzugeben.







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