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by Tomeci Press Publications

Sleeping truck driver with MINIMUM WAGE, Kortenberg, gavel, no currency symbol, and calendar marked 28 and 8

Die belgische Polizei und die Arbeitsinspektion führten am 6. September eine Kontrolle am Logistikstandort des Unternehmens in Kortenberg durch. Mehrere Fahrer sollen wochenlang in Lkw-Kabinen gelebt haben. Acht von ihnen wurden ausführlich als potenzielle Opfer angehört. Die Ermittler stellten ernsthafte Hinweise auf Arbeitsausbeutung und Sozialbetrug fest, und alle 28 Lastwagen wurden vorübergehend beschlagnahmt. Der Fall wurde von der Arbeitsstaatsanwaltschaft Leuven übernommen.

(Redaktion: Belgien / Justiz & Arbeit)

Eine umfangreiche Kontrollaktion am 6. September 2026 in Kortenberg in Flandern ergab ernsthafte Verdachtsmomente hinsichtlich der Arbeitsbedingungen der Fahrer eines rumänischen Transportunternehmens. Die belgische Polizei überprüfte gemeinsam mit den Arbeitsaufsichtsbehörden den Logistikstandort des Unternehmens, an dem mehrere Fahrer angetroffen wurden. Nach ersten Informationen sollen einige von ihnen wochenlang in Lkw-Kabinen gelebt haben.

Acht Fahrer als potenzielle Opfer angehört

Die Ermittler konzentrierten sich insbesondere auf die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen der Fahrer. Acht von ihnen wurden ausführlich angehört und als mögliche Opfer von Ausbeutung betrachtet. Die ersten Feststellungen ergaben ernsthafte Hinweise auf Arbeitsausbeutung und Sozialbetrug. Nach den vorläufigen Ergebnissen sollen einige Beschäftigte unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt worden sein, auf den sie Anspruch hatten.

Alle 28 Lkw vorübergehend beschlagnahmt

Im Rahmen der Aktion wurden alle 28 Lastwagen des Unternehmens vorübergehend beschlagnahmt. Die Polizei betonte, dass die Ermittlungen noch laufen und noch keine endgültigen Schlussfolgerungen zu möglichen Verstößen gezogen wurden. Der Name des Transportunternehmens wurde von den Behörden nicht veröffentlicht.

Der Fall wurde von der Arbeitsstaatsanwaltschaft Leuven übernommen

Die Ermittlungen wurden von der Arbeitsstaatsanwaltschaft in Leuven übernommen, die den Fall weiter untersuchen wird. Die belgischen Behörden haben bislang keine weiteren Einzelheiten zum Stand des Verfahrens oder zu möglichen Anklagen mitgeteilt.

Schlussfolgerung

Der Fall in Kortenberg lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf die besondere Situation von Fahrern im internationalen Transport und auf die Ausbeutungsrisiken, die in diesem Sektor auftreten können. Obwohl die Untersuchung noch am Anfang steht, zeigen die Beschlagnahmung aller 28 Lkw und die Befragung von acht Fahrern, dass die belgischen Behörden die Verdachtsmomente hinsichtlich Sozialbetrug und Arbeit unter den gesetzlichen Standards ernst nehmen. Es bleibt abzuwarten, welche Schlussfolgerungen die Arbeitsstaatsanwaltschaft Leuven ziehen wird und ob Sanktionen verhängt werden.

Belgian police and an inspector checking a truck driver’s documents
Die belgische Polizei und ein Inspektor überprüfen Dokumente neben Lastwagen auf einem nassen Ladehof.

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