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Die drei Brüder im Alter von 48 bis 51 Jahren waren in Rumänien wegen Computerbetrugs, Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Haftstrafen von bis zu sieben Jahren verurteilt worden. Sie koordinierten ein Netzwerk, das Personen rekrutierte und in die USA schickte, um Skimming-Geräte an Geldautomaten anzubringen und die Kartendaten von Hunderten US-Bürgern zu stehlen. Ihre Festnahme erfolgte bei einer gemeinsamen Operation der rumänischen und italienischen Polizei.

(Redaktion: Rumänien & Italien / Justiz & Cyberkriminalität)

Drei rumänische Brüder, die als Anführer eines internationalen Netzwerks für Skimming und das Klonen von Bankkarten gelten, wurden nach rund einem Jahr Fahndung in Italien gefasst. Die Festnahmen erfolgten Ende August 2026 in den Provinzen Savona und Brescia bei einer gemeinsamen Operation rumänischer und italienischer Behörden. Die drei Männer im Alter von 48, 49 und 51 Jahren hatten versucht, den in Rumänien verhängten Haftstrafen zu entgehen.

Die Festnahmeaktion

Nach Angaben der rumänischen Polizei und der italienischen Behörden wurde die Operation durch die Zusammenarbeit des Ermittlungsdienstes der Kreispolizei Brașov mit den Polizeikräften von Genua, Savona und Brescia ermöglicht, unterstützt vom Zentralen Operativen Dienst (SCO) in Rom. Auch ein Sicherheitsexperte der italienischen Botschaft in Bukarest unterstützte die Ermittlungen.

Die erste Festnahme erfolgte am 22. Juli 2026 in Millesimo in der Provinz Savona. Die Polizei hatte das Haus identifiziert, in dem sich einer der Brüder versteckte, fand ihn jedoch nicht in den Räumen. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten einen speziell angelegten Hohlraum im Gebäude, der bei Kontrollen verborgen bleiben sollte. Der Rumäne versteckte sich hinter einer falschen Wand und hatte gefälschte Dokumente sowie mehrere Mobiltelefone bei sich.

Die beiden anderen Brüder wurden in Roè Volciano in der Provinz Brescia ausfindig gemacht. Nach wochenlangen Ermittlungen identifizierte die Polizei das Gebäude, in dem sie sich versteckt hielten. Sie wurden am 21. August 2026 festgenommen, als sie vom Einkaufen zurückkehrten.

So funktionierte das Netzwerk

Die Ermittler stellten fest, dass die drei Brüder Führungspositionen in einer kriminellen Organisation innehatten, die in den USA, Österreich, Italien und Rumänien aktiv war. Das Vorgehen war wie folgt:

  1. Rekrutierung: Die Gruppe rekrutierte Personen und schickte sie in die USA.
  2. Installation der Geräte: Die angeworbenen Helfer installierten Skimming-Geräte an Geldautomaten. Diese kopierten Bankkartendaten und PIN-Codes.
  3. Betrügerische Abhebungen: Die gestohlenen Daten wurden für illegale Bargeldabhebungen verwendet. Zu den Opfern gehörten Hunderte US-Bürger.
  4. Geldwäsche: Die Erlöse wurden nach Europa transferiert und in einen komplexen Geldwäschekreislauf eingebracht. Das Geld wurde in Immobilien, Luxusautos, Reisen und andere Luxusgüter investiert.

Verurteilungen und Strafen

Die drei Brüder wurden 2025 vom Gericht in Brașov wegen internationaler Betrugsdelikte, Cyberkriminalität und Geldwäsche verurteilt. Sie erhielten Haftstrafen von fünf bis sieben Jahren. Nach den Urteilen verschwanden sie und versuchten, der Vollstreckung ihrer Strafen durch die Flucht nach Italien zu entgehen.

Gegen sie waren Europäische Haftbefehle erlassen worden. Die rumänischen Behörden suchten nach ihnen sowohl im Inland als auch international.

Reaktion der Behörden

Die Polizei von Genua erklärte, die Festnahme der drei Brüder sei das Ergebnis einer konkreten und kontinuierlichen internationalen Zusammenarbeit, durch die operative Informationen schnell über Grenzen hinweg ausgetauscht werden konnten, unter der Koordination des SCO in Rom.

Fazit

Die Festnahme der drei rumänischen Brüder in Italien ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen grenzüberschreitende Cyberkriminalität. Das von ihnen koordinierte Netzwerk hatte die Bankdaten von Hunderten US-Bürgern gestohlen und Millionen Euro durch Investitionen in Immobilien und Luxusgüter gewaschen. Die Zusammenarbeit zwischen den rumänischen und italienischen Behörden zeigt, dass internationale Kooperation selbst gegen gut organisierte kriminelle Gruppen zu den wirksamsten Instrumenten gehört.

Police officer inspecting documents and phone inside a damaged wall compartment

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